home zurück Kontakt: Reiner Schaufler

- Necessitas aut Contingentia -
Ein Vergleich der Loci Melanchthons
von 1521 und 1559
am Beispiel der Willensfreiheit.

Reiner Schaufler © 1994


Dieser Artikel versucht, die Veränderung der Theologie Philipp Melanchthons anhand seiner Konzeption des freien Willens in den Loci communes rerum theologicarum von 1521 und den Loci praecipui theologici von 1559 aufzuzeigen.

Um den Stellenwert und die Veränderung des Problems des freien Willens innerhalb der Theologie Melanchthons abschätzen zu können, soll im ersten Teil eine skizzenartige Annäherung an den Problemhorizont sowie an theologiegeschichtlich entscheidende Phasen der Diskussion vorangehen. Dabei sind Augustins Kampf gegen den pelagianischen Synergismus, die Spannung zwischen der thomistischen und franziskanischen Tradition in der Frage des Willensprimats wie auch die Auseinandersetzung Luthers mit Erasmus über De servo arbitrio von besonderer Bedeutung, weil sie alle - wie sich zeigen wird - auf ihre Art Melanchthons Ringen mit dem Willensproblem beeinflußten.

Darauf aufbauend schließt sich neben einigen kurzen Marginalien zu Melanchthons theologischer Genese eine Analyse des Artikels De hominis viribus der Loci communes und De humanis viribus der Loci praecipui an.

Im abschließenden dritten Teil sollen die bereits im zweiten Teil angeklungenen Unterschiede zwischen beiden Konzeptionen Melanchthons in einem Versuch der kritischen Würdigung thesenhaft verdichtet werden.



home zurück Kontakt: Reiner Schaufler